Dienstag, 17. September 2013

Im Gespräch mit Lagerfeld Muse Baptiste Giabiconi, der auch sein Erfolgsrezept "Je kiffe!" verrät.







Das weltweite bestbezahlte Männer-Model wurde höchst persönlich von Karl Lagerfeld entdeckt, der ihn mittlerweile als Adoptivsohn bezeichnet. Vom Fabrikarbeiter zum Superstar schmückt der 23-jährige mit seinem Anblick die Mode- und Musikwelt. Asim Aliloski verrät er sein Coaching-Lebensrezept: „Je kiffe“. 

Baptiste Giabiconi kommt aus der französischen Küstenstadt Marseille. Jetzt weicht er kaum von der Seite von Karl Lagerfeld. Der junge Adonis macht auch Musik mit Leidenschaft. Er glaubt nicht nur an Wunder und Gott, sondern auch an gute Gesichtscremes und Parfums.

Asim Aliloski: Ich hatte noch Zeit, vor dem Interview dich von weitem zu beobachten. Du wirkst mit deinem jungen Alter sehr frühreif auf mich.
Baptiste Giabiconi: Das ist lieb von dir. Sehr angenehm zu hören.

Wie kommt das eigentlich? Meistens liegt ein harter Weg dahinter.
Ich denke, das kommt von meiner Erziehung und einer schwierigen Pubertät. Die Trennung meiner Eltern hat mich geprägt. Ich blieb dann alleine mit meiner Mutter und versuchte zu helfen. Da wird man wohl schneller reif als andere.

Was hat dir damals deine Mutter mitgegeben, das dir jetzt in dieser Phase hilft, in der du gerade bist?
(Überlegt lange). Zum Beispiel, dass ich mir keine Fragen stelle. Genau, es ist sehr wichtig, sich nicht zu viele Fragen zu stellen und sich selbst nicht zu oft zu analysieren.

Bedeutet das, dass du Dinge einfach tust ohne viel zu überlegen?
Ich überlege nicht sehr lang. Ich tue, wonach mir ist. Ich muss die Dinge und Menschen selbst erfahren und mir eine eigene Meinung bilden.

Dein Leben hat sich sicher in den letzten Jahren sehr verändert. Glaubst du jetzt eigentlich an Wunder nach all dem, was passiert ist?
Voll und ganz. Ich bin sehr gläubig. Das Wunder ist manchmal, entdeckt zu werden. Und man muss die Lust haben, die Dinge auch wirklich zu tun. Manchmal ist es wichtig, sich nicht mit dem zufrieden zu geben, was man hat, wenn es so viel mehr gibt. Und dann bin ich losgestürmt. Auch wenn ich nicht von allen unterstützt wurde. Auf diese Menschen habe ich nicht gehört. Ich habe in mich hineingehört, in mein Herz.

Gerade Unzufriedenheit kann ein toller Leistungsmotor sein. Du hast auf dein Herz gehört. Wofür bist du dankbar?
Ja, ich denke, dass ich ein sehr dankbarer Mensch bin. Wenn mich Menschen unterstützen, bin ich ihnen sehr treu.

Wenn es um das Unterstützen geht, dann spielt Karl Lagerfeld darin eine große Rolle. Ich hatte vor einigen Tagen ein Traum, in dem ich ihn als Freund traf. Ist er für dich ein Freund?
Er ist viel mehr als ein Freund für mich. Meine Zuneigung für ihn ist sehr groß. Ich sehe ihn als Mitglied der Familie.

Karl Lagerfeld gilt ja als großer Denker und Philosoph. Er ist für dich und mich ein Mentor. Hat er dich auf das jetzige Leben vorbereitet?
Er hat mir nie gesagt, wie ich etwas tun soll. Ich habe mich selbst darauf vorbereitet. Ich konnte durch ihn aber vieles Lernen: seine Art zu handeln ist bemerkenswert. Ich habe mir vieles herausgepickt und dann eine eigenen Sauce daraus gemacht.

Was ist dein Erfolgsrezept?
Je kiffe!

Wie bitte, du kiffst? (Anm. Interview ist auf Französisch und der Begriff ist mir noch unbekannt.)
(lacht): Das bedeutet, dass ich die Dinge liebe, die ich tue. Das ist ein Ausdruck auf Französisch, hat nichts mit Kiffen zu tun.

Du liebst es auf den Fotos, auch deine feminine Seite zu zeigen.
Ich denke, jeder Mann hat einen starken weiblichen Anteil. Der männliche Stolz blockiert. Aber das wird immer weniger. Die Männer von heute benutzen Parfums und Schönheitscremes wie Frauen.

In deinem Bad wimmelt es von Cremes und Parfüms?
Und wie es wimmelt. Ich liebe das.

Wie sieht eigentlich dein Alltag aus?
Es gibt keinen Alltag. Und das ist wohl ein großes Glück!

Was möchtest du dem Leser hier mitteilen?
Wenn du einen Traum, große Projekte hast, gehe an die Sachen ran. Versuche es. Im Nachhinein kann man nie sagen: „Wenn ich es bloß gemacht hätte.“


interviewed by Asim Aliloski
Asim Aliloski ist Spiritual Coach & New Thought Leader. Er ist Gründer von BUDDHA PUBLIC RELATIONS, die Nr. 1 Personlity PR & Unternehmensberatung mit Soul Coaching. www.asimaliloski.com  
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Das Interview entstand für das NAME IT MAGAZIN.

Dienstag, 16. Juli 2013

Im Gespräch mit Stardesigner La Hong über Druck durch Schönheit und unsere wahre Mission im Leben


 
(c) Caritas/La Hong

Stardesigner La Hong, dessen Alter ich keinesfalls verraten darf, ist laut Angaben seiner Mutter älter als das offizielle Geburtsdatum im Pass. Der Frühaufsteher beginnt den Tag mit Gymnastik und kennt den Druck, schön zu sein. Der Vietnamese ist sich sicher, dass jeder Mensch mit einer wahren Mission auf die Welt gekommen ist. Unsere Aufgabe ist es nur, diesen Weg auch zu gehen.

Asim Aliloski: Hast du schon mal Aktfotos von dir gemacht?
La Hong: Noch nie…ich arbeite noch daran die, nötige Form zu erreichen. Noch fühle ich mich nicht schön genug dafür.

Du bist aber schön.
Danke für das Kompliment du Schmeichler (lacht) Es ist meine Berufung, Menschen durch Kleidung zu verschönern und ich arbeite auch daran, mich zu verschönern.

Machst du das im Fitnesscenter?
Ich gehe nicht gerne ins Fitnesscenter. Eben weil ich mich nicht perfekt fühle, arbeite ich lieber mit Personal Trainern. Ich habe aber wenig Zeit und das Training muss mir Spaß machen, damit ich motiviert bleibe. Sonst wechsle ich schnell. Momentan habe ich keinen Trainer, dennoch mache ich jeden Tag brav Gymnastik.

Ich stelle mir vor, wie du mit Stirnband und engen Leggins trainierst.
Nein, es sind Strapse. (lacht) Nach dem Aufstehen mache ich 15 Minuten Gymnastik. Ich fahre kaum mit dem Lift und nehme die Treppen. Zu Terminen fahr ich zwar mit dem Taxi, weil ich meistens spät dran bin, aber zurück gehe ich stets zu Fuß.

Aber noch ohne Bodyguard unterwegs?
Nur unsympathische Menschen brauchen einen Bodyguard. Mich aber lieben die Menschen. Sie küssen und umarmen mich auf der Straße. (lacht) Ich habe nur Positives bisher erfahren. Konfuzius sagt: „Was du Menschen gibst, erhältst du auch von ihnen zurück“. Ich mache nie etwas Böses, versuche gut zu sein und mache viel Karitatives.

Ist der Druck groß für dich, schön zu sein?
Nein, aber Schönheit ist ein sehr wichtiges Element meiner Arbeit Meine Aufgabe ist es, nach der vollkommenen Schönheit zu streben, sie ist mein Beruf. Äußere und innere Schönheit sind wie Ying und Yang. Erst ein harmonisches Verhältnis zwischen diesen beiden Faktoren macht den Menschen vollkommen schön.

Zu deiner Arbeit eine Frage: Ich sage meinen Klienten im Coaching immer: „Mach das, was du liebst“. Was sagst du dazu?
Viele haben verlernt, woher wir ursprünglich kommen. Menschen entstehen aus Liebe. Ohne Liebe zu existieren ist sehr schwer, man ist wie eine leere Hülle. Ich habe es schon als Kind geliebt, mich mit Handwerk und Mode zu beschäftigen. Heute ist es meine Berufung.

Erklärt das deinen Erfolg?
Ja, Liebe macht erfolgreich. Damit meine ich sowohl die Liebe zur Arbeit als auch zu den Menschen. Wenn ich gerade in einer unglücklichen Liebesbeziehung stecke, merke ich, dass auch meine Arbeit darunter leidet. Irgendwie hängt das alles zusammen. Wenn ich hingegen glücklich verliebt bin, läuft meine Arbeit noch besser als sonst.

Ich arbeite mit Menschen an ihren Zielen. Wie machst du dir deine Ziele?
Ich denke, dass wir schon mit der Geburt unser Ziel für dieses Leben aufgetragen bekommen. Die Herausforderung ist es, diesen Weg auch zu gehen. Viele Menschen vergessen, dass sie eigentlich schon eine Mission mit der Geburt bekommen haben. Konfuzius sagt dazu: "Das Ziel ist der Sinn". Also, das, was wir machen, muss einen Sinn ergeben. Rückblickend muss ich sagen können: Ich habe sinnvoll gelebt.

Träume und Visionen sind also für dich nur dann zielvoll, wenn Sinn dahinter steckt?
Ja, das Leben auf dieser Erde lohnt sich nur dann, wenn man den Menschen etwas Sinnvolles hinterlassen konnte.

Viele wollen Designer werden, aber setzen es nicht in die Tat um. Du hast es gemacht.
Wenn jemand etwas will, muss er es einfach tun. Vielen Menschen fehlt es an Mut und sie haben Angst. Aber wovor? Was soll schon passieren? Wenn es sich bei deinem Ziel um eines handelt, das für alle gut ist, und man den nötigen Willen aufbringt, es zu erreichen, wird der Weg vielleicht schwer sein, aber man wird eines Tages erfolgreich sein

Ich sage immer: „Spüre deine Angst und mache es trotzdem.“
Genauso sehe ich das auch. Es gibt nichts zu verlieren. Ich bin sehr spirituell. Ich denke, wenn wir offen für Spiritualität wären, könnten wir Wunder und Unglaubliches erleben. Das ganze Leben ist ein Wunder. Wir müssen daran glauben – dann können wir Wundersames bewirken.

Viele bezeichnen Mode als oberflächlich.
Das ist eine oberflächliche Sichtweise. Ich achte immer auf die Details. Man glaubt gar nicht, wie bodenständig und detailorientiert Mode sein kann. Ich berücksichtige alles: Verarbeitung, Qualität, Design und Inszenierung.

Deine Auftritte zeichnen sich sehr durch deine feminine Seite aus.
Das sagst du (lacht). Ja, ich entspreche jedoch schon dem Klischee des Designers mit weiblichen Zügen. Das ist für mich in Ordnung, auf diese Weise kann ich Frauen und ihre Schönheit umso besser verstehen.

Auch weiß man, dass du oft unglücklich verliebt warst.
Liebe ist keine Sünde. Ich darf lieben, etwas anderes ist es, ob ich von der Person auch geliebt werde. Aber ich finde es immer noch besser, einseitig zu lieben als gar nicht. Auf diese Weise habe ich zumindest die Gewissheit, dass ich fähig bin, Liebe zu geben.

Geben?
Menschen kannst du nur glücklich machen, wenn du gibst. Gerade wenn man im Gegenzug nichts dafür verlangt, wird diese positive Energie irgendwann wieder zu dir zurückkommen und dein Leben bereichern. Aus diesem Grund liegen mir auch Charity-Aktionen so sehr am Herzen.

Steckbrief La Hong Nhut
Wahres Alter: unbekannt
Herkunft: China/Vietnam
Größe: grobgeschätzt 155 cm
Schuhgröße: 35
Lieblingszahl: 8
Hong Nhut bedeutet übersetzt: „Der rosa Tag“
Geschwister: 7
Hong erhielt für seine Arbeiten zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, darunter den Coral Fashion Award (2002), den Pierre Lang Fashion Award (2003), den Renault Haute Couture Publikumspreis (2004 und 2005) sowie den Wien Couture Preis (2005).

 Asim Aliloski
Jetzt neu! SOUL Coaching www.asimaliloski.com  


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Mittwoch, 12. Juni 2013

Im Gespräch mit Almdudler-Boss Thomas Klein über seine Ursachen von Depression



 
(c) Thomas Klein/diepresse.com

Für Thomas Klein, den Sohn des Gründers, war das Kultgetränk ein ständiger Begleiter der Kindheit und Almdudler irgendwie „wie Muttermilch“. Dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten würde, war dennoch keineswegs fix. Offen spricht er darüber, wie sich seine Depression anfühlt und die Krankheit einen zwingt, tiefer über sich selbst zu lernen.

Asim Aliloski: Du hast Almdudler sehr früh übernommen.
Thomas Klein: Mit 19 Jahren habe ich begonnen, mit 20 verstarb mein Vater. Ich habe damals nicht gespürt, was ich wirklich machen möchte. Eine Familientradition, ein Erbe weiterführen oder den Künstler in mir fördern. Ich entschied mich fürs Familienunternehmen, im Nachhinein betrachtet die richtige Entscheidung für die Marke.

Auch für dich?
Ich musste meine kreative Seite stark unterdrücken, emotional gesehen eine äußerst schwierige Zeit für mich. Meine Depression kann ich sicherlich auch auf diese Belastung zurückzuführen.

Wie schwer hatte es ein „Almdudler-Kind“?
In meiner Jugend war ich ein sehr angepasstes Kind, meine Pubertät hatte ich viel später. Ich war auch der Sohn, der den Eltern entsprochen hat. Die Rolle machte ich sehr gut, nur mir war persönlich nicht danach. Ich hatte mich auch nie wirklich aufgelehnt. Die Aggression in mir musste ich daher unterdrücken. Unterdrückung der Aggression ist meistens der Kernauslöser einer Depression.

Blieb es bei dieser Belastung?
Nein. Es ist weiters nicht einfach, als junger Mensch eine verstaubte Marke umzukrempeln und neu auszurichten. Die Arbeit war psychisch sehr kräfteraubend. Noch dazu habe ich meine Bisexualität jahrelang unterdrücken müssen. Das trug sicherlich auch zur Krankheit bei.

Du sprichst nicht nur über deine Krankheit, sondern auch über deine Sexualität. Warum?
Meine Familie wusste davon, ich habe ihnen kein anderes Leben vorgelebt. Ich wollte kein Zwangsouting haben, ich wurde auf einer bösartigen Art und Weise unter Druck gesetzt. Es war für mich kein wirkliches Outing, ich habe damit nur den vollkommen über Leichen gehenden Journalisten und ihren Zeitungen endlich die Segel genommen. Für mich ist es kein Thema mehr.

Du beschreibst eine Depression als Watte.
Ja, ich fühle mich da wie in Watte gepackt. Meine Gefühlsebene ist total blockiert. Wie in einem schwarzen Tunnel, in dem ich durch ein schwarzes Rohr sehe und nichts mehr spüre. Ich empfinde keine Freude, und mache mir Vorwürfe, warum ich sie nicht mehr spüre. Wenn meine Kinder früher für einige Tage bei den Schwiegereltern waren und wieder zurückkamen, empfand ich nichts. Es kamen dabei Schuldgefühle hoch.

Leistung in diesem Zustand zu erbringen ist wohl nicht einfach.
Die schweren Schübe habe ich immer noch, zwar nicht so oft und immer kürzer, aber sie kommen. In dem Zustand treffe ich keine Entscheidungen. Es geht an die Grenzen, eine Depression zu bewältigen. Vorwürfe, man würde nichts leisten, sind unberechtigt. Eine Depression an sich ist Arbeit genug. 

Anmerkungen Asim Aliloski:
Eine Depression ist ein Zustand, der durch langjähriges Leugnen emotionaler und seelischer Bedürfnisse verursacht wird. Jede Depression zwingt daher den Menschen, wieder zu sich selbst zu finden und über ein inneres Gefangensein hinauszuwachsen. 


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interview published 2009 in GIB MAGAZIN 

Montag, 3. Juni 2013

Im Gespräch mit dem Top Erfolgscoach der Millionäre



(c) Michael Neill




 Asim Aliloski im Gespräch mit Michael Neill

Kennen Sie den weltweit erfolgreichsten Erfolgscoach? Michael Neill trainiert Hollywood-Superstars, Spitzenunternehmer und Königshäuser. Im Interview erzählt der Supercoach seine Geheimnisse zu Geld und Erfolg und warum Sie auf Krisen pfeifen sollen.

Seit mehr als 15 Jahren bringt Michael Neill Menschen zum Erfolg. Der weltweit erfolgreichste Coach und Trainer ist der Experte in Sachen Glück und Wohlstand. Aus der Sicht der Psychologen ist Glück „eine extrem starke positive Emotion und ein vollkommener, dauerhafter Zustand intensivster Zufriedenheit“. Bei den meisten Menschen ist Glück jedoch vorübergehend. Wie Sie lernen können, alles zu erreichen und dabei TROTZDEM glücklich zu bleiben.


Asim Aliloski: Warum ist Erfolg mit Mühe und Anstrengung verbunden?
Michael Neill: Das sind meistens Wege, die wir glauben, gehen zu müssen. Wir verfolgen in unserer Vorstellung eine Idee, wie etwas sein sollte. Was die meisten machen, wenn sie sich Ziele setzen, ist, dass sie sich gleichzeitig neue Widerstände aufhalsen. Lebensziele sind jedoch ohne Mühe und Widerstand. Das ist wirklicher Erfolg!

Sie waren ja früher selbst depressiv. Und heute bringen Sie Menschen weit hinauf.
Mit 13 hatte ich Selbstmordgedanken. Ich machte keine große Sache draus, bis ich es meinen Lehrern in der Schule erzählte. Alle waren schockiert- Und dann dachte ich daran, nicht mehr an Selbstmord zu denken. Es kam ständig die Schleife: „Denk nicht dran, denk nicht dran.“ Es wurde immer schlimmer. Mit 19 war mein Innenleben eine Katastrophe, nach Außen hin schien alles zu passen. Dann rief ich eine Selbsthilfe-Hotline an. Niemand hebte dort ab, weil alle Leitungen besetzt waren. Das war in dem Moment so witzig für mich. (lacht)

Es war lustig für Sie?
Ja, eine Suizidgefährdeten in der Warteschlange zu halten, ist schon lustig. Und ich kam dann drauf, dass ich nur Gedanken an Suizid hatte. Das heißt noch lange nicht, dass ich es machen würde. Ich hätte mich nie umgebracht. Wir haben oft Gedanken, die kommen und gehen. Ich fühlte mich danach befreit, weil ich erkannte, dass diese Gedanken nichts mit mir zu tun haben müssen. Menschen denken nun mal. Dann machte es mir keine Angst mehr. Meine Frau hat übrigens manchmal den „Scheidungs-Gedanken“ (lacht).

Wann sollte man einen Scheidungs- bzw. Selbstmordgedanken nun ernst nehmen?
Man muss nur unterscheiden kommen, ob es sich um ein gewöhnliches Gedankenkino handelt oder um eine Nachricht aus dem tiefen Selbst. Ich nenne sie die Stimme der Seele. Dann würde ich es mir genauer anschauen. Man kann schnell lernen zu unterscheiden. Ein Gedankenkino kommt und geht. Das ist nicht real. Leider wissen wir das nicht zu unterscheiden und blasen dann einen Ballon noch mehr auf.

Was ist Erfolg für Sie?
Für mich ist Erfolg die Liebe zum Leben. Es ist das Gefühl, wenn man in der Früh aufsteht und sich auf den Tag freut oder am Abend ins Bett geht und sich auf den nächsten Morgen freut. Das hat nichts mit Zielen zu tun. Es gibt genügend Leute, die jedes Ziel erreichen, auf Dauer aber relativ unzufrieden bleiben.

Also, alles erreichen und trotzdem unglücklich?
Ja, wir leben in einer Kultur mit einem großen Denkfehler. Nämlich die Tatsache, dass wir dann glücklich sein können, wenn wir das bekommen, was wir wollen. Das ist leider ein falsches Märchen im Westen. Sie werden lediglich abhängig, und das brachte keinem Glück. Und irgendwann müssen Sie die Dosis an Geld, Sex, Dingen, Arbeit steigern, bis sie irgendwann mal aufgeben.

Wenn sie aber feststellen, dass es nicht darum geht, was Sie besitzen oder tun, sondern wie Sie innerlich über all das denken und fühlen, haben Sie den Schlüssel. Und dann kommen Sie raus aus der Abhängigkeit. Sie können weiterhin alles haben und besitzen, Sie fühlen sich aber auch OK, wenn sie es am nächsten Tag nicht haben sollten.

Was empfehlen Sie dann?
Viele glauben, sie müssen dann noch meditieren, spirituell werden, einem Guru hinterjagen, um ihr Glück zu finden. Das kann auch alles helfen. Aber kaum langfristig. Und dann beginnt wieder die Abhängigkeit. Meine Erfahrung ist, dass sie glücklich geboren wurden. Ich kenne kein Baby, dass eine Therapie braucht.

Wie kann man sich das vorstellen?
Wenn sie glücklich sind, hören sie auf, Dinge zu tun, die sie bisher unglücklich gemacht haben. Wenn sie bisher viel gearbeitet haben, um viel Geld zu verdienen, weil sie sich dann glücklicher gefühlt haben, so können sie damit aufhören, weil sie davon nicht mehr abhängig sind.

Verschwindet dann der Wunsch nach Reichtum und Besitz?
Nicht unbedingt. Sie suchen es sich selbst aus. Sie beginnen aber aus innerem Wohlstand heraus Vermögen aufzubauen, statt auf einem inneren psychischen Mangel. Und das ist ein Unterschied in der Lebensqualität. Verstehen Sie nur, dass es dann egal wird. Menschen, die auf jeglichen Reichtum und Besitz verzichten, weil sie sich dann besser fühlen, machen ihr Glück genauso abhängig. Nämlich abhängig vom Nicht-Besitz.


Funktioniert mehr Wohlstand auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten?
Dass das geht, weiß ich aus eigener Erfahrung. Wenn Sie Geld machen und Wohlstand aufbauen wollen, hören Sie am besten auf, ihren Ängsten zu folgen, sondern konzentrieren sich auf Ihre innere Weisheit. Überlegen Sie, wie Sie der Welt positiv mit Ihrem Wissen, Talenten und Fähigkeiten dienen können. Als Unternehmer oder Mitarbeiter. Nicht auf Kosten anderer, sondern für andere.


Menschen machen auch genügend Geld auf Kosten anderer.
Absolut. Macht es aber Ihr Leben wundervoll? Nicht aus meiner Erfahrung. Ich bin nicht an Zielen meiner Klienten interessiert, sondern Sie dabei zu unterstützen, ein wundervolles Leben zu kreieren. 

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Mittwoch, 22. Mai 2013

Im Gespräch mit Unternehmer und Luxusdesigner Philipp Plein


(c) Philipp Plein

„Luxus ist für mich, meine Kreativität ausleben zu können. Manche Menschen arbeiten um zu leben – ich lebe, um zu arbeiten.“

Eigentlich wollte Philipp Plein Jurist werden. Doch dann fing er an, für Freunde und Familie Möbel zu entwerfen. 2004 folgte die erste Fashion-Kollektion und vier Jahre später räumte der Designer als Shootingstar der Modebranche den New Faces Award ab. Seit Beginn verkauft das Modelabel Luxus pur.

Im Interview mit Asim Aliloski plaudert der Münchner über Luxus, seinen Hund Sophie, persönliche Lieblingsstücke im Kleiderschrank und das Leben im Kontrast mit Hingabe und Liebe zum Detail.

Asim Aliloski: Sie hatten ursprünglich mit Jura begonnen. Warum sind Sie nicht in der Branche geblieben?
Philipp Plein: Ich sehe mich nicht nur als Designer, sondern auch als Geschäftsmann, der versucht, eine Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen. Die Kernkompetenzen im Geschäftsleben waren mir schon immer wichtig, ein Jurastudium erschien mir daher nach Abschluss einer sehr guten Ausbildung auf Salem anfänglich das Richtige zu sein. Ich liebe es kreativ zu sein und die Prozesse von der Idee bis zum fertigen Produkt zu verfolgen. Mein Design war damals nur ein Hobby neben dem Studium. Angefangen habe ich mit Möbeldesign für Freunde und Familie. Die Produkte haben aber so schnell Anklang gefunden und national solchen Erfolg gehabt, sodass das zu einem 24/7 Job wurde. Ich musste mich entscheiden, ob ich weiter studiere oder mein Hobby zum Beruf mache. Keine schwere Entscheidung…

Sie hatten ja ursprünglich mit Möbeldesign begonnen. Wie kam dann der Sprung zur Mode?
Ich habe mich bei meiner Möbelkollektion schon immer von aktuellen Laufstegtrends inspirieren lassen, wir machen modische Möbel. Auf Stoff- und Modemessen haben wir Material für unsere Möbelkollektion eingekauft. Die ersten kleinen Taschen entstanden aus Lederresten aus der Möbelproduktion. Auch hier war die Nachfrage so groß, dass wir die Kollektion ausgebaut haben, aus der Luggage Kollektion entstand dann eine passende Fashionkollektion.

Wo gehen Sie persönlich shoppen? Es wird gemunkelt, dass sie gerne zu Maxfiled gehen.
Ich bin gerne in den U.S.A. und ich liebe Los Angeles. Maxfield ist tatsächlich einer meiner Lieblingsläden. Da wir unseren neuen Monobrand Showroom und Office in Mailand eröffnet haben, bin ich sehr oft in Mailand.

Einstecktücher in Anzügen werden schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Warum machen Sie persönlich Mut zu Einstecktüchern?
Auch in meinen Kollektion legen wir viel Wert auf Details, ein Einstecktuch, in allen Variationen, kann ein äußerst ansprechendes Detail sein, um den Look zu komplettieren. In Mailand sehe ich diesen Look übrigens sehr oft.

Was ist Ihr Lieblingsstück im Kleiderschrank? Vor kurzem nannten Sie Ihre Krokodilleder-Jacke.
Eine Lederjacke – natürlich von PHILIPP PLEIN - ist ein Must have. Unsere Croco Jacke ist ein ganz besonders Stück und wird nur auf Kundenwunsch angefertigt. Wer mich kennt weiß, dass ich darüber hinaus am liebsten ein schwarzes Sakko, Hemd und Jeans trage.

Ist es richtig, dass Ihr Hund Giorgio das Sagen im Haus hat? Schließlich soll Ihr Heim „hundgerecht“ eingerichtet sein.
Die ständigen internationalen Reisen und Termine, die mit meiner Arbeit verbunden sind, lassen mich zurzeit sehr selten zu Hause sein. Mein Hund Giorgio, den ich schon seit Kindertagen habe, lebt daher heute zum Teil bei meiner Familie und bei mir. Giorgio hat mich zu unserem Hundebett inspiriert, wer selbst einen Hund hat, weiß genau, welche Ansprüche man an den Schlafplatz seines liebsten Haustieres hat – es musste gemütlich und gleichzeitig praktisch sein. Wenn ich in der Schweiz bin, liebe ich es bei langen ausgiebigen Spaziergängen mit meinem Hund zu entspannen.

Ihre Möbel können zurückhaltend und geradlinig sein. Weniger die Mode, die voller Glitzer und Totenköpfen sind. Leben Sie auf diese Art und Weise Extreme aus?
Ich habe vor allem Freude am Kontrast. Ich bin Autodidakt, aber ich würde von mir behaupten, dass ich ein Talent darin haben muss, Kontraste in meinen Kollektionen zu vereinen. Ich reise viel und bin ein Beobachter. Von jeder Reise bringe ich unterschiedliche Eindrücke mit, die ich in den Kollektionen verarbeite. Wir mussten uns am Anfang im Kampf David gegen Goliath im Textilmarkt durch unsere kristallinen Styles eine Nische schaffen, um zu überleben – wir waren einer der ersten, heute hat sich der Trend durchgesetzt. Schauen Sie nach Paris oder Mailand, Gucci, Balmain oder Givenchy, alle spielen mit lauten Applikationen und Bling Bling.

Wodurch kennzeichnet sich Philipp Plein Mode aus?
PHILIPP PLEIN verkauft Luxus pur. Alle Linien zeichnen sich durch die Liebe zum Detail aus, sind aber komplett verschieden. Während Fetish sehr frech und kristallin ist, bieten wir mit unserer Classic Linie beispielsweise coole Collegewear. Wir sind ein junges Label und haben Spaß an Fashion und daran neue Techniken auszuprobieren. Kontraste zusammen zu bringen und mit Applikationen zu spielen, das macht unsere Mode abwechslungsreich.

Was sind Ihre liebsten Luxusgegenstände, die Sie persönlich auch besitzen?
Ich liebe meinen begehbaren Kleiderschrank – allgemein schätze ich Luxus in meinem Zuhause, qualitativ hochwertige Möbel aus meiner eigenen Produktion, Stil und Eleganz, die mir die wenigen Momente zu Hause so angenehm wie möglich machen ...

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Samstag, 11. Mai 2013

Asim Aliloski im Gespräch mit Tierflüsterer Laurent Amann

Laurent Amann, der Tierflüsterer/(c) Asim Aliloski
Die Geheimniswelt eines Tierflüsterers
Und warum er doch nicht flüstert


Hollywood Star Robert Redford entdeckt in der Literaturverfilmung „Der Pferdeflüsterer“ die faszinierende Sprache der Pferde. In dieser tiefen Verbundenheit entwickelt der introvertierte Charmeur eine ganze besondere Beziehung zu seinem Pferd.

Was ist das Geheimnis dieser Kommunikation und warum geht sie auch mit Hunden? Asim Aliloski interviewt den Tierflüsterer, Laurent Amann, und findet mit Überraschung heraus, dass ein Flüsterer in Wirklichkeit nicht flüstert. Und das Beste: jeder kann diese ganz besondere Sprache erlernen und eine neue tiefe Freundschaft mit seinem Tier ins Leben rufen. Laurent Amann ist ab 13.05 in der Sendung "heute leben" auf ORF 2 zusehen.

•    Lieber Herr Amann, Sie sind Tierflüsterer. Was flüstern Sie den Tieren ins Ohr?

Laurent Amann: Dass sie ja brav bleiben sollen (lach). Ich flüstere eher dem Besitzer ins Ohr. Er lernt, die Sprache seines Tieres zu verstehen. Das Wort Flüstern sagt nur aus, dass die beste Kommunikation zwischen Mensch und Tier kein lautes Geschrei ist, sondern sanft und leise. Im Idealfall brauchen Besitzer und Tier nicht einmal verbal oder mit Zeichen zu kommunizieren. Die mentale Kommunikation durch Intuition und Gedanken reicht völlig aus. Flüstern ist magisch, ohne Worte und stärkt die Bindung. 

•    Sie haben als Jugendlicher ein höchst aggressives Pferd geschenkt bekommen. Nach einer kurzen Zeit war das Pferd ausgeglichen und handzahm. Wie haben Sie das gemacht?

Zuerst habe ich für seine Grundbedürfnisse gesorgt. Von der einsamen Stallhaltung kam mein Pferd Viona auf eine 2 Hektar große Weide, gemeinsam mit 3 anderen Pferden. Die ersten Wochen bin ich nur auf die Wiese gefahren, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Nach 3 Wochen war das Pferd gut eingelebt und ich begann mit der Beziehungsarbeit. Ich habe Viona das Futter gebracht, geputzt und bin mit dem Halfter spazieren gegangen. Manchmal habe ich mich auf ihre Wiese gesetzt, um mein Buch zu lesen. Nie habe ich es gezwungen, zu mir zu kommen oder bei mir zu bleiben. Das Pferd war frei, und ich erwartungslos. Eines Tages, und den Moment vergesse ich nie, kam Viona von ganz alleine zu mir. Ich ging dann mit Trense und Sattel in den Wald, damit wir gemeinsam Spaß haben. Ich blieb immer in meiner Ruhe und vertraute ganz darauf, dass alles gut geht. Diese Sicherheit hat Viona gespürt.

•    Einige Ihrer Kunden merken schon in der ersten Begegnung mit Ihnen, dass sich das Tier verändert hat. Wie ist das möglich?

Eine Erklärung ist, dass meine Kunden in der ersten Begegnung mit mir über ihre Probleme mit dem Tier sprechen und so bereits eine große Last loswerden. Sie wissen, dass sie jetzt Unterstützung bekommen und entspannen sich. Die Situation entspannt sich daher auch. Doch das ist nicht alles. Ich gehe ohne Erwartungen zu den Leuten, bin positiv gesinnt, freudig und strahle Ruhe, Liebe und Wohlbefinden aus. Diese Energie nimmt das Tier wahr. Es versteht sofort, dass ich da bin, damit es besser wird. Das Tier beginnt, sich seinen Ängsten zu öffnen. Das Wunder hier ist, dass ich mich energetisch mit dem Tier verbinde. Das löst bereits erste Blockaden, Hund und Pferd sind erleichtert und verändert sich auf natürliche Weise. Meine Kunden rufen dann voller Staunen an, weil sie das selbst nicht glauben.

•    Es gibt weltweit einige bekannte Hunde- und Pferdetrainer wie Martin Rütter, Monty Roberts oder Cesar Milan. Was halten Sie von ihnen und was machen Sie anders?

Monty Roberts hat mit der gewaltfreien Erziehungsmethode seiner Pferde sehr viel bewirkt. Das gleiche gilt für Martin Rütter. Cesar Milan positioniert sich sehr gut in den Medien und gilt als der Hundecoach der Stars. In ihren TV Dokus sehen sich Hundebesitzer schwierige Problemfälle an, weil das Publikum anscheinend das Dramatische mag. Genauso dramatisch sind aber manchmal ihre Lösungsmethoden, die sie den Hundebesitzern präsentieren. Meiner Meinung nach sind sie nicht immer artgerecht und schon gar nicht zum Nachmachen für zu Hause gedacht.

•    Was verpassen Pferdebesitzer, wenn sie sich rein nur für Pferdesport oder Reiten interessieren und die Beziehung zu ihrem Pferd vernachlässigen?

Das wunderbare und faszinierende Lebewesen Pferd! Besonders im Pferdesport wird das Tier schnell als Maschine gesehen und genauso rasch ersetzt, wenn es nicht die gewünschte Leistung bringt. Die Gefühle der Pferde will man gar nicht wahrnehmen. Aber ein Pferd zu haben bedeutet viel mehr als nur Reiten und Turniere gewinnen. Ich ging mit Viona immer im Wald joggen. Einige hielten mich für verrückt oder sie dachten, ich hätte es gestohlen und wäre auf der Flucht. Sie haben nicht verstanden, dass wir eine schöne Zeit miteinander haben und vor allem eine starke Bindung aufbauen. Ein Pferd ist faszinierend und viel mehr: es ist ein gefühlvolles Lebewesen, ein schreckhaftes Fluchttier, ein hingebungvolles Herdentier, das sehr neugierig, verspielt und feinfühlig ist.

•    In Ihrer Arbeit geht es darum, mit dem Pferd und Hund eine ganz besondere Beziehung aufzubauen und ihre faszinierende Sprache zu erlernen. Was verändert das für die Besitzer?

Kurz gesagt, das Zusammenleben mit dem Tier wird besonders und erfüllend. Sie brauchen nicht mehr zu schreien, den Hund nicht dauernd an der Leine zu halten und im Auge zu behalten. Er rennt nicht weg und macht keinen Blödsinn. Hund und Pferd genießen schlicht die Zeit mit dem Besitzer. Für dieses besondere Vertrauen müssen sie einander verstehen lernen. Sie erlernen die Sprache des Körpers und der Intuition. Die Intuition haben wir leider in unserer kopflastigen Gesellschaft verlernt. Dabei lässt sie sich schnell wieder erwecken und Sie beginnen dann zu spüren, was Ihnen und dem Tier jetzt wichtig ist. Genauso lernen Sie, gefühlvoll die Führung zu übernehmen. Ohne Druck, Zwang und Unterwerfung. Verhaltensauffälligkeiten verschwinden dann wie ein Wunder von alleine.

•    Sie sagen, Intuition und Einfühlungsvermögen ist die Basis für Ihren Erfolg mit den Tieren. Was bedeutet es, intuitiv und gefühlvoll mit dem Tier zu kommunizieren?

Bei der intuitiven Kommunikation lernen Sie, Ihren eigenen Gefühlen zu vertrauen. Sie sehen ein Pferd auf der Wiese, ein Gefühl kommt in Ihnen spontan auf (z.B. diesem Pferd ist zu warm), und Sie lernen diesem Gefühl zu vertrauen. Warum sollten Sie das Gefühl haben, dem Pferd wäre es warm, wenn es nicht der Fall ist? In der Kommunikation lernen Sie auch, Ihre eigenen Gefühle und Wünsche an das Tier zu „senden“. Meine Kunden sind jedes Mal begeistert, wie schnell ihr Hund sich hinsetzt, wenn sie es sich einfach nur bildlich vorstellen. Das ist pure telepathische Kommunikation.

•    Viele Manager werden zu einem Führungskräftetraining mit Pferd und Hund geschickt. Sie lernen durch die Tiere, Führungsverantwortung zu übernehmen. Warum sind Pferde und Hunde dafür geeignet und womit wird der Manager überrascht?

Hunde und Pferde machen uns nichts vor, sie sind authentisch. Entweder wir können führen oder nicht. Ein Pferd folgt nicht, um dem Manager zu gefallen. Der andere Vorteil ist, dass Tiere unsere kleinsten Bewegungen und Emotionen des Körpers und Geistes wahrnehmen. Wenn Sie etwas sagen, aber es innerlich nicht wirklich fühlen oder glauben, ist das Tier verwirrt und unzuverlässig. Nur wenn die Kommunikation stimmig ist, können Sie davon ausgehen, dass das Tier das macht, was Sie sich wünschen. Menschen sind da nicht anders. Der Unterschied ist nur, dass das Tier Ihren inneren Zustand sofort spiegelt und zeigt.

•    Robert Redford ist in der Literaturverfilmung „Der Pferdeflüsterer“ weltweit in den Kinos gesehen worden. Wie gut macht er sich in seiner Rolle als Flüsterer und was davon ist nur Show?

Vieles in den Szenen mit dem Pferd entspricht der Wahrheit. Im Film strahlt Robert Redford sehr viel Ruhe, Gelassenheit und Bestimmtheit aus. Dies macht ihn zu einem exzellenten Führer, der den Raum für Heilung öffnet. Es fehlt leider nur das Engagement der Pferdebesitzerin. Und damit meine ich weniger die Liebesszenen. Im wirklichen Flüsterleben spielt der Besitzer die Hauptrolle. Nur weil das Pferd den Flüsterer zum Herdenführer akzeptiert, heißt noch lange nicht, dass es das gleiche beim Besitzer tut. Es fehlt der Teil, in dem die Besitzerin mit dem Pferd trainiert. Aber dann hätte der Film wohl weitere 2 Stunden gedauert … (lach).



Facts: Profil Laurent Amann
Laurent AMANN M.Sc. ist DER TIERFLÜSTERER. Er ist Verhaltensbiologe, Tiertherapeut, Hunde- & Pferdetrainer sowie Tierenergetiker. Die ganzheitliche Amann-Methode verbindet moderne Tierbiologie, Tiertraining, Tierpsychologie, Tierkommunikation und Tierenergetik. Laurent Amann studierte Verhaltensbiologie in Luxemburg und Frankreich. Der in Luxemburg geborene Franzose lebt seit seinem Doktoratsstudium mit Königspudel Rio in der Hauptstadt Wien. Lange galt er als Verfechter der Wissenschaft und wurde dann zu ihrem Kritiker. Seine jetzige ganzheitliche Amann-Methode verbindet nun Verhaltensbiologie mit Tierenergetik.Der Tierflüsterer ist ab 13.05.2013 in der Sendung "heute leben" um 17:30 Uhr zusehen.
www.laurent-amann.com


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